Bauchgefühl

Ich hasse es..Mein Bauchgefühl bringt mich immer in prekäre Situationen mit mir selbst…

Wo ist mein Platz? Wo bin ich gerade? Wo möchte ich hin? Wie lebe ich?  Wie möchte ich leben? Wie sehe ich mich? Wie sehen mich andere? Wie stehe ich zu mir selbst? 

Warum stelle ich mir diese Fragen? Warum kann ich sie nicht eindeutig beantworten? Warum lassen mich diese Fragen nicht mehr los? Warum möchte ich Antworten auf sie haben? 

Inmitten von Geschichten, Ereignissen, Eindrücken und Menschen und trotzdem so isoliert..

Vertrautheit mit Orten und Menschen und gleichzeit Fremdheit..

Irgendwie ganz nah und doch so fern..

Das Gefühl der Existenz in Zwischenräumen..

– überall aber nirgends ganz..

Die Gewissheit der Anwesenheit nebst einer einsamen Seele..

Zwischen Zugehörigkeit und Auflösung..

Gefühlsprokrastination

Das „Nichts“, ist ein Knoten in meinem Kopf, den ich verzweifelt versuche zu lösen…Weiche ihn auf, versuche ihn rauszubekommen, mit lauter Musik, mit leiser Musik..Gedankenschleife..Versuche ihn verhungern zu lassen…Was ich nun sehe, wenn ich meine Augen schließe? Leere…

Warum ist mein Leben so kompliziert wenn die Leben im Internet so einfach aussehen?!..

Aber Du..Du machst mich halt weniger einsam ❤

Schwellenangst…

Ein winziger Stoß, welcher mich in tiefe Schluchten stürzen lassen könnte…

Es ist die Leichtigkeit des ich-Seins, die diese Sache so anziehend gestaltet…Es ist so herrlich einfach, bei Dir zu sein, mit Dir zu sein auf diese verdrehte Art und Weise…In meinem Kopf und in meinem Körper fühlt sich diese Art der zwischenmenschlichen Beziehung richtig und gut an – für diesen Moment..Durch diese Beständigkeit entwickelt sich eine Art der Sicherheit, auf welche Acht zu geben ist.

Denn die auserkorene Wertigkeit, die ich nicht zu erfahren mag, kann all das – die Leichtigkeit, die Beständigkeit, die Art von Genuss – furchtbar schnell verwandeln…

Verwandeln in einen rasanten Fall, in eine tiefe Empfindung von Einsamkeit und Wertlosigkeit…Und dafür reicht eine, im Vergleich dazu, absolut geringfügige Verhaltensänderung Deinerseits…Ein winziger Stoß, welcher mich in tiefe Schluchten stürzen lassen könnte…Ein vergebener Versuch mir einzureden, dass mich das alles nicht berührt, mir so gar nicht wichtig ist…Um dann festzustellen, dass ich mich am allerschlechtesten selbst belügen kann…

Wer nicht fragt, kann nicht abgewiesen werden…Ich frage aber und riskiere damit die Abweisung und bringe Dich damit in die Position des Stärkeren – begebe mich in die Lage des abhängigen Parts…

Und so bleibt nur zu hoffen, dass sich ein stabiles Sicherheitsnetz aus Selbstwertgefühl und Eigenliebe bildet, welches meinen Fall abfängt und mich sicher landen lässt, wenn es soweit ist..Falls es soweit ist…

Wischen Impossible…

…(Eine Hommage an den Putzlappen)
Heraklit sagte:Alles fließt..Ich würde sagen:Alles klebt!..Die Wand neben dem Esstisch klebt..Der Kühlschrank klebt..Die Schuhsohlen kleben..Das Geschirr,die Haustüre,der Backofen – alles klebt..Daraus folgern wir: 1.Das Leben ist ein Kleben..2.Das Kleben hört nie auf,wenn man (mindestens) mit einem Kind zusammenlebt..3.Eigentlich müsste man mal putzen..Aber nur eigentlich..Meine große Tochter sagt immer – „Mach!“…Unter den vielen Formen des Wiederkehrenden Wahnsinns,der eine Familie erst zur Familie macht,kommt mir das Saubermachen besonders wahnsinnig vor..Es ist absurd..Fängt man an einer Ecke an zu wischen,läuft an der andere Ecke jemand durch,und es ist schon wieder dreckig..Meine Kinder sehen die Sache ähnlich..Meine Tochter beantwortet Putz-Aufmunterungsversuche mit einem vernichtenden „Wird doch sowieso wieder dreckig!“..Es bringt alles nichts..Entscheidend wäre nur eine positive Einstellung zum Chaos..Irgendwann muss man sich damit abfinden,dass weiße Sofas,glänzende Parkettböden und Esstische unter denen es nicht klebt,in einer anderen Welt existieren..In einem sauberen,superschönen,Paralleluniversum..Einer wundersamen Welt,in der keine Bananenstücke auf dem Teppich pappen,keine Schokopops an Pullovern hängen,keine Pizzareste an der Wand kleben..Leider ist es in der sauberen Welt auch still,traurig und langweilig,denn dort gibt es keine Kinder…
So…Und ihr so?😂

Gewohnheitstiere…

Wir Menschen sind manchmal behäbige Gewohnheitstiere..Es ist ein gutes Gefühl, sein Leben im Griff zu haben..Warum sollen wir etwas ändern, wenn kein echter Anlass dazu besteht?..Lohnt sich der Aufwand?..Der Esel geht doch auch nicht aufs Eis, wenn die Gefahr besteht einzubrechen..Klar, es könnte besser laufen, aber man kennt ja nun genug Menschen, denen es noch viel schlechter geht…🙄

Zum Abschluss des heutigen Tages noch folgendes von mir:
Freundschaft braucht man vor allem für unverblümte Kritik…Auf Misthaufen wachsen Blumen,auf Zuckerwatte wächst gar nichts…!

Das Leben…

…fliegt und ich nicht mit…Nur in meinen Träumen, da ist alles erlaubt..Manchmal lassen sich die Dinge einfach nicht ändern. In diesen Momenten braucht man einen Schuldigen, damit man sich selbst nicht hassen muss….Ich dachte, das konstante in meinem Leben ist das immer wiederkehrende Schlechte. Auf jedes Hoch kommt ein Tief und darauf ist Verlass. Bei jeder guten Phase weiß ich, die Rückschläge stehen schon in den Startlöchern…Das ist der rote Faden meines Lebens, ein fliegender Wechsel von himmelhochjauchzend und zu Tode getrübt. Und auch wenn das tatsächlich so ist, meine eigentliche Konstante bist Trotzdem immer Du. Denn bei jedem Hoch, bei jedem Tief, bist Du dabei…Selbst wenn ich mal wieder aufwache und aus dem Nichts das Gefühl habe, alle meine Freunde hassen mich und es ist sowieso jedem egal, bist Du da…Und das ist eine Leistung für sich – Ich zweifle eigentlich an Allem und Jedem. Du bist mein Anker…Wenn ich mich am liebsten tagelang verkriechen würde, erinnerst Du mich, mir etwas Gutes zu tun und raus zu gehen, damit ich zu Hause nicht wieder in meinen ekelhaft dunklen Gedanken versinke…

Egal wie gut der Inhalt war: War die Verkleidung angekratzt, wurde dem Inhalt nicht mehr so viel Wert zugemessen…

„Ja Guten Morgen“..“Ja Hallo“..“Guten Morgen“..“Wie geht’s Dir denn“..“Fein“…Sie hören: Die allmorgendliche Predigt an den Hund wenn er wach wird, während ich in letzter Zeit immer häufiger ignoriert werde..Wenn man Dich fragen würde, stimmt das natürlich nicht..So viel Stress um uns herum…Ich liege da und bekomme kein Auge zu..Kein „Ich liebe Dich trotzdem“ oder „Wir schaffen das“…Nichts..Dabei bräuchte ich gerade jetzt einfach mal mehr Zuwendung oder ein paar liebe Worte…Nichts…